Grünes Licht für Gourmets – Burgundertrüffel

Zusammen mit unseren Kollegen von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf (CH), der Uni Freiburg, und weiteren Wissenschaftlern haben wir in den letzten Jahren an einem Forschungsprojekt gearbeitet, das die radioaktive Verstrahlung von Pilzen, und besonders von Trüffeln, untersucht. Die Ergebnisse der ersten Untersuchung wurden nun im Fachjournal Biogeosciences veröffentlicht.

Die äußerst positiven Ergebnisse haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Ihr Team von Deutsche Trüffelbäume

Ludger Sproll, Ulrich Stobbe & Bernd Sproll
Grünes Licht für Gourmets –
Burgundertrüffel nicht radioaktiv belastet

Obwohl die Burgundertrüffel zu den teuersten Lebensmitteln der Welt gehört und als Delikatesse mit bis zu 1200€ pro Kilo gehandelt wird, blieb die Frage nach einer radioaktiven Belastung bisher ungeklärt. Andere Pilzarten übersteigen die zulässigen Cäsium-Werte zum Teil bei weitem und sollten seit dem Tschernobyl-Unfall in manchen Regionen nicht verzehrt werden. Gerade Hirschtrüffel, die nicht zu den „echten“ Trüffeln der Gattung Tuber gehören und für den Menschen ungenießbar sind, reichern das radioaktive Cäsium in hohem Maße an. Da sie gerne von Wildschweinen und Rehen gefressen werden, sind sie auch für die oft diskutierte Verstrahlung von Wildfleisch aus belasteten Gebieten verantwortlich.

Die kulinarisch und wirtschaftlich wertvolle Burgundertrüffel dagegen wurde nun als unbedenklich freigegeben. In einer Studie von Schweizer und deutschen Forschern wurden 82 Burgundertrüffel aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien und Ungarn auf Cäsium untersucht. Bei allen Trüffelfruchtkörpern wurden sehr niedrige Konzentrationen festgestellt, die sogar unter der Nachweisgrenze von 2 Becquerel pro Kg lagen. Der Grenzwerten für Lebensmittel liegt bei 600 Becquerel pro Kg, daher können die Trüffel aus den untersuchten Regionen bedenkenlos gegessen werden.

Besonders relevant sind die Ergebnisse vor dem Hintergrund, dass große Teile unserer Umwelt immer noch stark mit radioaktivem Cäsium kontaminiert sind und Pilze eine der Hauptquellen von Cäsium für den Menschen darstellen. Dem aufkeimenden Trüffelanbau in Deutschland, Trüffelsuchern in ganz Europa, sowie Händlern und Konsumenten weltweit kann nun grünes Licht für die Burgundertrüffel gegeben werden.

Link zum Original-Artikel:
http://www.biogeosciences.net/13/1145/2016/bg-13-1145-2016.html

Link zur Pressemitteilung der WSL:
http://www.wsl.ch/medien/news/trueffel_radioaktiv/index_DE

Ihr Team von Deutsche Trüffelbäume
http://www.deutsche-trueffelbaeume.de/

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