Archiv der Kategorie: geografischer Angaben

Appenzeller® Käse

Der Appenzeller® Käse ist eine starke Marke

Appenzeller® Käse

Appenzeller® Käse

Es ist kein Geheimnis: Das Ursprungsgebiet von Appenzeller® Käse ist strikt vorgegeben. Je stärker eine Marke ist, desto grösser ist die Gefahr, dass Imitate auf den Markt gebracht werden. Diese unbefriedigende Situation war ausschlaggebend für die Sortenorganisation, den Appenzeller® Käse besser zu schützen. So entwickelte Agroscope einen Herkunftsnachweis, basierend auf Milchsäurebakterien. Dank diesem kann die Echtheit von Appenzeller® Käse unabhängig von der Angebotsform (Laibware, Scheiben, Reibkäse, usw.) nachgewiesen werden. Auf den Geschmack und die Qualität des Appenzeller® Käses haben diese Milchsäurebakterien keinen Einfluss.

Beim Herstellungsprozess nehmen die Milchsäurebakterien einen wichtigen Platz ein. Agroscope hat in Zusammenarbeit mit der Sortenorganisation Appenzeller Käse GmbH einen Herkunftsnachweis entwickelt, welcher es erlaubt, im Labor die Echtheit des Käses nachzuweisen. Dazu wurden im Zeitraum von fünf Jahren Bakterienstämme ausgewählt und in verschiedenen Verfahren geprüft. Appenzeller® Käse ist seit langem Spitzenreiter in Sachen Produkt-Rückverfolgbarkeit. Schon seit geraumer Zeit erhält jeder Käse mit der extra grossen Kaseinmarke seine eigene Geburtsurkunde. Darauf sind Produktionsdatum, Käserei- und Chargennummer sowie eine fortlaufende EU-Nummer erkennbar. Mit der Einführung der Kultur für den Herkunftsnachweis wird der Schutz der Marke Appenzeller® Käse weiter ausgebaut.

Natürliche Milchsäurebakterien als Basis
Beim Herkunftsnachweis handelt es sich um eine Kultur von Milchsäurebakterien und nicht um einen Zusatzstoff. Die Milchsäurebakterien stammen alle aus der Rohmilchflora und sind somit natürlicher Bestandteil des Appenzeller® Käses. Das Erbgut der Kultur ist jedoch einzigartig und eindeutige Gensequenzen lassen sich mit dem passenden analytischen Verfahren im Labor nachweisen – analog einem Vaterschaftstest. Dadurch können Fälschungen erkannt und gegen Produkt-Fälschungen rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Qualität aus Überzeugung
Eins ist gewiss: Die Produzenten von Appenzeller® Käse halten an Traditionen fest. Die Rezeptur der Herstellung bleibt gleich und die Pflege mit der geheimnisvollen Kräutersulz wird weiterhin ein gut gehütetes Geheimnis bleiben.

Adresse für Rückfragen:
Petra Lüdin, Projektleiterin
Agroscope, Institut für Lebensmittelwissenschaften ILM
Schwarzenburgstrasse 161, CH-3003 Bern
petra.luedin@agroscope.admin.ch

Alfred Ammann, Leiter Qualität
SO Appenzeller Käse GmbH
Poststrasse 12, CH-9050 Appenzell
a.ammann@appenzeller.ch

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Safran-Anbau in der Schweiz – Munder Safran (GUB)

In der Schweiz wird Safran traditionellerweise nur im Oberwalliser Dorf Mund angebaut. Zahlreiche Landwirte und Hobbygärtner haben jedoch in den vergangenen Jahren begonnen, Safran an verschiedenen Standorten in der Schweiz anzupflanzen. Agroscope unterstützt diesen Aufschwung des Safran-Anbaus durch landwirtschaftliche Begleitung und Herkunftsstudien und leistet damit einen Beitrag zur innovativen, umweltgerechten Landwirtschaft mit hoher Wertschöpfung.

Renaissance einer Tradition
Der Safran, auch « rotes Gold » genannt, wurde in Europa vor allem im Mittelalter angebaut. Auch in der Schweiz hatte die Safrankultur eine grosse Bedeutung. Davon zeugen heute noch die Safranzünfte in Luzern, Zürich und Basel, wo damals das Handelszentrum für Safran lag und dessen Niedergang nach dem Safrankrieg in Falkenstein (SO) im Jahr 1374 begann. Im 20. Jahrhundert war die Safrankultur in der Schweiz praktisch verschwunden. Als Reaktion auf die rückläufigen Anbauflächen gründeten die Einwohner des Oberwalliser Dorfes Mund im Jahr 1979 eine Bruderschaft, die heute mehr als 100 Mitglieder zählt. Dank dieser Neubelebung des Safrananbaus konnte die Bezeichnung « Munder Safran » im Register der Ursprungsbezeichnungen (GUB) eingetragen werden. Seither ist im ganzen Kanton Wallis das Interesse rund um die Safrankultur markant gestiegen.

Agroscope unterstützt den Safran-Anbau
In Mund versucht Agroscope, die Gründe der starken jährlichen Produktionsschwankungen zu untersuchen. Dabei werden Knollen unterschiedlicher Herkunft (Marokko, Spanien, Italien, Holland, Kaschmir) auf verschiedenen Produktionsstandorten angebaut und miteinander verglichen. Im Mittelwallis begleitet Agroscope zudem ein kleines Safranfeld an einem Südhang, das von der Gruppe «Les Mordus du Crocus sativus» angebaut wird und zu der ungefähr 15 Produzenten gehören. Unter der Federführung von Agroscope treffen sich die Mitglieder ein- bis zweimal pro Jahr, um Erfahrungen auszutauschen und landwirtschaftliche Ratschläge zu erhalten. Vergleichbare Aktivitäten entstanden in den vergangenen fünf Jahren auch in anderen Schweizer Kantonen wie im Aargau, in Appenzell, Bern, Freiburg, Luzern, St. Gallen und im Tessin.

Weiterbildungskurs in Conthey zum Thema Safrananbau
Um die Produzentinnen und Produzenten über die mit dieser Kultur verbundenen Chancen und Risiken aufmerksam zu machen, organisiert Agroscope am 25. April 2015 im Forschungszentrum Conthey eine Informationstagung zum Safrananbau. Im Vordergrund stehen dabei die aktuellen agronomischen und genetischen Forschungsresultate sowie ein Vortrag von Dr. Christian Lachaud, Kursleiter und Safran-Anbauer aus der Corrèze (Frankreich). Das detaillierte Programm ist verfügbar unter: http://www.agroscope.admin.ch/plantes-aromatiques-medicinales

Jungweinprobe der Generation PINOT – Badens junge WinzerInnen stellen den neuen Jahrgang 2014 vor

Jungweinprobe der Generation PINOT

Jungweinprobe der Generation PINOT

 

 

 

 

Jetzt ist es wieder soweit: Weine des neuen Jahrgangs 2014 wollen sich den Genießern präsentieren!

Nach einer erfolgreichen Jungweinprobe im vergangenen Jahr, laden nun
25 junge Winzerinnen und Winzer der Generation PINOT am 07. März 2015 zur Jungweinprobe nach Freiburg in den Peterhofkeller ein.

Weine, die von der Badischen Sonne verwöhnt sind und mit viel Engagement der Winzerinnen und Winzer ausgebaut wurden und werden, wollen nicht länger warten um ihre hohe Qualität zu zeigen und die Besucher zu begeistern!

Der Name der Generation PINOT ist natürlich Programm: Weine der Burgunderfamilie, die die wichtigsten Rebsorten Badens umfasst, gibt es zu verkosten. Aber auch aus anderen Rebsorten erzeugte Weine aus Baden sind selbstverständlich mit von der Partie.

Persönlich vorgestellt von den Winzerinnen und Winzern, bietet sich den Besuchern die besondere Gelegenheit direkt im Gespräch mehr über Weinbergslagen, Böden, Klima, Ausbauart, Philosophie und vieles mehr zu erfahren.

Die Mitglieder der Generation PINOT freuen sich über einen Besuch der Jungweinprobe im Peterhofkeller in Freiburg, am Samstag, den 07. März 2015, von 15-20 Uhr.

Für einen Eintritt von 12 €, Studenten 8€, steht den Besuchern eine umfassende Auswahl badischer Weine zur Verkostung zur Verfügung!

Jungweinprobe der Generation PINOT
Samstag 07. März 2015
15-20 Uhr
Historischer Peterhof der Universität Freiburg
Niemensstraße 10

http://www.generation-pinot.de

Staatsehrenpreis für die zehn besten Brenner Bayerns 2014

Die zehn besten Edelbrenner Bayerns hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München, mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet.

Preisverleihung musikalische Umrahmung

Preisverleihung musikalische Umrahmung

An dem heuer erstmals ausgelobten Wettbewerb hatten sich 100 Brennereien aus dem ganzen Freistaat beworben. Die eingereichten Produkte wurden anonymisiert von einer Experten-Jury analytisch und sensorisch geprüft und bewertet. „Auf diese Auszeichnung können Sie zu Recht stolz sein. Sie belegt, dass Sie mit großem handwerklichem Können und hochwertigen Rohstoffen aus der Region die besten Obstbrände Bayerns erzeugen“, sagte der Minister in seiner Laudatio.

Staatsehrenpreis für die zehn besten Brenner Bayerns 2014

Staatsehrenpreis für die zehn besten Brenner Bayerns 2014

Die neue Auszeichnung, die künftig alle zwei Jahre vergeben wird, soll zudem den Beitrag der Brennereien zum Erhalt der Kulturlandschaft würdigen. Denn die Verarbeitung heimischen Obstes – vielfach auch alter Sorten aus wertvollen Streuobstwiesen – sorgt laut Brunner dafür, dass der Landschaftscharakter der Regionen erhalten bleibt. „Edelbrände sind Kulturlandschaft in höchster Konzentration“, so Brunner.

Die Verleihung des Staatsehrenpreises für Edelbrenner ist ein Eckpfeiler der Initiative „Bayern Brand – Wir brennen für Bayern“, die im vergangenen Jahr vom Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit den drei Kleinbrenner-verbänden der Regionen Südostbayern, Franken und Lindau ins Leben gerufen wurde. Sie soll die Erzeugung heimischer Edelbrände und ihre Vermarktung als hochwertige Regionalprodukte voranbringen, aber auch die Zusammenarbeit der Brenner mit der Gastronomie intensivieren. Detaillierte Informationen zum neuen Wettbewerb und der Initiative „Bayern Brand“ gibt es im Internet unter http://www.bayern-brand.de.
Bayern Brand – Wir brennen für Bayern!

Brennereieinrichtung

Brennereieinrichtung

Baye­ri­sche Edel­obst­bren­ner brin­gen die Hei­mat ins Glas

Das Bio­top Streu­obst­wie­se steht seit Jah­ren auf der Roten Liste der ge­fähr­de­ten Bio­to­pe. Zum Er­halt der noch vor­han­de­nen Streu­obst­wie­sen star­ten baye­ri­sche Bren­ner der Re­gio­nen Süd­ost­bay­ern, Fran­ken und Lin­dau die In­itia­ti­ve “Bay­ern Brand – Wir bren­nen für Bay­ern!”.

Streuobstwiese Hochstammobstbäume Ernte per Hand

Streuobstwiese Hochstammobstbäume Ernte per Hand

Die mit hand­werk­li­cher Kunst­fer­tig­keit pro­du­zier­ten Edel­de­stil­la­te sind Stell­ver­tre­ter für die herr­li­che Kul­tur­land­schaft der mit Obst­bäu­men be­pflanz­ten Wie­sen Bay­erns. Streu­obst­wie­sen sind nicht nur schön an­zu­schau­en: sie die­nen als un­ver­zicht­ba­res Re­ser­vat für alte Obst­sor­ten und bie­ten vie­len Tie­ren den idea­len Le­bens­raum.

Wer Hei­mat im Glas ge­nießt, schützt die baye­ri­schen Streu­obst­wie­sen!
Bayern Brand – Wir brennen für Bayern wird unterstützt von:

alp-bayern

Staatsehrenpreis für Bayerns beste Brenner

Es sind im Rah­men der Baye­ri­schen Obst­brand­prä­mie­rung die bes­ten Bren­ner Bay­erns mit dem Staats­eh­ren­preis aus­ge­zeich­net worden.
Ver­dient wer­den die bes­ten Bren­ner Bay­erns mit die­sem Preis ge­ehrt, denn sie sind nicht nur Pro­du­zen­ten von edels­ten De­stil­la­ten, sie pfle­gen auch die baye­ri­sche Kul­tur­land­schaft. Ob Streu­obst­wie­sen, Obst­bäu­me oder blü­hen­de He­cken – die Bren­ner küm­mern sich um diese Bio­to­pe, die zum einen die Früch­te für die Brän­de und Geis­te her­vor­brin­gen zum an­de­ren aber auch wich­ti­gen Le­bens­raum für viele Tier­ar­ten bie­tet.

Ausgezeichnete Brände

Ausgezeichnete Brände

Gewinner des Staatsehrenpreises:

Benedikt und Siglinde Pointner – Isen/Pemmering

Günther Neumeier – Brannenburg

Norbert Winkelmann – Hallerndorf

Roland Hornstein – Nonnenhorn

Josef Badhorn – Schweitenkirchen

Alois Stacheter – Großhöhenrain

Peter Ganal – Weißensberg

Andreas Franzl – Dorfen

Josef Schauer – Oberfischbach

Theodor Unterreitmeier – Taufkirchen/Vils

Vogel des Jahres 2014 zum Schutz der Streuobstwiesen

Der Vogel des Jah­res 2014 ist der Grün­specht. Dabei gibt es der­zeit dop­pelt so viele Brut­paa­re wie vor 20 Jah­ren. Warum also der Grün­specht? Weil die­ser Vogel be­son­ders ge­eig­ne­te Le­bens­be­din­gun­gen im Bio­top Streu­obst­wie­se fin­det und diese kul­ti­vier­ten Grün­flä­chen immer mehr ver­schwin­den. Der Grün­specht braucht alte Bäume zum Bau von Nist­höh­len und Grün­land mit aus­rei­chen­dem Nah­rungs­an­ge­bot, bspw. Amei­sen.

Gruenspecht

Dass Grün­spech­te gern in den alten Ap­fel­bäu­men brü­ten und ein Teil des Öko­sys­tems Streu­obst­wie­se sind, wis­sen auch die baye­ri­schen Edel­obst­bren­ner, die viel Zeit auf ihren Wie­sen ver­brin­gen, um diese zu pfle­gen. Bäume, He­cken und Sträu­cher wol­len in Form und ge­sund ge­hal­ten wer­den. Indem die Bren­ner ihre Roh­stoff­lie­fe­ran­ten hegen und pfle­gen, er­hal­ten Sie auch den Le­bens­raum für den Grün­specht und für Tau­sen­de an­de­rer Tier­ar­ten.

Wenn Sie also das nächs­te Mal einen Di­ges­tif neh­men, sto­ßen Sie doch mit einem baye­ri­schen Edel­obst­brand auf den Grün­specht und den Er­halt der Streu­obst­wie­sen an.

DEHOGA Bayern Klassifizierung – Ausgezeichnete Bayerische Küche

DEHOGA Bayern Klassifizierung – Ausgezeichnete Bayerische Küche – REGIONAL. SAISONAL. ORIGINAL

Unter diesem Motto zeichneten DEHOGA Bayern-Präsident Ulrich N. Brandl zusammen mit dem Bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Helmut Brunner Gastronomiebetriebe aus allen Regierungsbezirken Bayerns mit der Klassifizierung Ausgezeichnete Bayerische Küche aus. In den Räumen des Landwirtschaftsministeriums in München nahmen die Gastronomen am 2. Juli offiziell ihre Urkunden entgegen.

Interessierte Gäste können sich unter http://www.bayerischekueche.de informieren, wo die ausgezeichneten Wirtshäuser in ihrer Nähe zu finden sind.

 

Mit dieser gemeinsamen Initiative des Landwirtschaftsministeriums und des DEHOGA Bayern soll eine noch engere Allianz zwischen Land- und Gastwirten geschmiedet werden. „Das hervorragende Image unserer Spezialitäten und unserer Küche wird maßgeblich auch durch die bayerischen Wirte geprägt. Die Verwendung heimischer Produkte aus der jeweiligen Jahreszeit macht die bayerische Küche glaubwürdig, sie bekommt dadurch ein Gesicht“, so Staatsminister Brunner in München. „Land- und Gastwirtschaft müssen Hand in Hand gehen, diese Zusammenarbeit zu stärken, ist mein erklärtes Ziel.“ Durch diese Kooperation soll der weltweit exzellente Ruf der bayerischen Küche künftig noch besser genutzt und erfolgreich präsentiert werden.

 

„Mit dieser Klassifizierung stellen wir die Küchenkunst und Küchenkultur der bayerischen Regionen in den Mittelpunkt und heben die kulinarischen Höhepunkte jeder Jahreszeit gezielt hervor, um unsere Gäste mit unverwechselbaren Angeboten zu verwöhnen“, erläutert Brandl, und ergänzt: „Dabei spielen die heimischen landwirtschaftlichen Qualitätsprodukte sowie die Erzeugnisse unserer Brauer und Winzer ebenso eine besondere Rolle, wie unsere Gastgeber, die ihr Haus mit hohem Engagement und freundlichen, versierten Mitarbeitern führen.“

 

Die ausgezeichneten Betriebe zeichnen sich alle durch eine starke Verwendung regionaler Produkte in ihren Küchen, die Pflege einer regionstypischen Küchenkultur und hohe Service- und Dienstleistungsqualität aus. Die Klassifizierung wurde aus dem bekannten und beliebten Wettbewerb „Bayerische Küche“ weiterentwickelt, der früher alle drei Jahre stattfand. Für interessierte Gastronomen ist der Einstieg in die dreistufige Klassifizierung jederzeit möglich.

 

„Hinsichtlich der klassifizierten Betriebe ist es nicht vordergründig von Bedeutung, wie viele Rauten der Betrieb aufweist“, so Brandl, „viel wichtiger ist es, überhaupt klassifiziert zu sein. Denn jeder Gast verfügt über ein individuelles Budget, wofür er ein Optimum an Qualität erwartet. Folglich lohnt es sich für alle bayerisch ausgerichteten Gastronomiebetriebe an der Klassifizierung teilzunehmen, gleich ob sie eine oder drei Rauten erhalten.“ Die vier Prüfungsschwerpunkte, nämlich Produktqualität, Dienstleistungsqualität und der genaue Blick vor und hinter die Kulissen sowie die damit verbundenen Kriterien führen zu einem Klassifizierungsergebnis auf höchstem Niveau.

 

Interessierte Betriebe können sich unter http://www.bayerischekueche.de informieren, anmelden und erhalten nach der Klassifizierung die Möglichkeit, sich in einem Steckbrief zu präsentieren.

 

Was wird bewertet?

Die Klassifizierung ruht auf vier verschiedenen Kategorien:

  • Produktqualität
    z.B. Warenherkunft, Speisen- und Getränkeangebot, Sensorik
  • Dienstleistungsqualität
    z.B. Service, Kartengestaltung
  • Vor den Kulissen
    z.B. Gasträume, Gesamterscheinung
  • Hinter den Kulissen
    z.B. Küchen und Lagerräume, Sanitäranlagen

Jede Kategorie ist mit einer Vielzahl verschiedener Kriterien und maximal zu erreichenden Punkten hinterlegt. Dadurch ergibt sich folgende Gewichtung:

 

grafik

 

Je mehr Rauten ein Betrieb erhält, desto umfangreicher oder besser erfüllt er die Kriterien. Dabei darf er bestimmte Untergrenzen der möglichen Punkte in den Einzelkategorien und der Gesamtpunktzahl nicht unterschreiten. Daneben gibt es Ausschlusskriterien, wie etwa die fehlende Verwendung regionaler Produkte.

Eine Raute:

logo ABK 1 01
  • Mindestpunktzahl: 228
  • Ausgezeichnete Bayerische Küche

Zwei Rauten:

logo ABK 2 01
  • Mindestpunktzahl: 260
  • Ausgezeichnete Bayerische Küche mit besonders gehobenem Niveau

Drei Rauten:

logo ABK 3
  • Mindestpunktzahl: 293
  • Ausgezeichnete Bayerische Küche in Bestform

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Der Bundesrat der Schweiz hat am 21. Mai 2014 die Verordnung über offizielle Zeichen für Berg- und Alpprodukte verabschiedet.

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Offizielle Zeichen für Schweizer Agrarprodukte und Lebensmittel. Diese garantieren die Herkunft der Erzeugnisse aus dem Berggebiet bzw. aus dem Sömmerungsgebiet. Die Verordnung tritt am 1. Juli 2014 in Kraft.

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Offizielle Zeichen der Schweiz für Berg- und Alpprodukte

Die offiziellen Zeichen dürfen nur verwendet werden, wenn die damit gekennzeichneten oder ausgelobten Produkte die Anforderungen der Berg und Alpverordnung erfüllen. Die Berg- und Alpprodukte müssen somit mehrheitlich aus Rohstoffen aus dem jeweiligen Gebiet bestehen sowie grundsätzlich dort hergestellt werden. Die Verwendung der offiziellen Zeichen ist freiwillig und kostenlos.

Die Verordnung beinhaltet die offiziellen Zeichen für Berg- und Alpprodukte und legt die Gestaltung und Anwendung der Gestaltungsvorlagen fest. Damit wird die Verwendung der Zeichen auf Produkten, auf Geschäftspapieren, in Kommunikationsmitteln und in der Werbung ermöglicht.

Die Auszeichnung von Berg- und Alpprodukten mit den offiziellen Zeichen steht für den offiziellen Schutz dieser Produkte und soll die Transparenz fördern. Private Marken und Labels sollen nicht konkurrenziert, sondern durch das offizielle Garantiezeichen ergänzt werden. Damit soll die Wiedererkennbarkeit im Markt sowie die Vermarktung und Positionierung der Produkte verbessert werden.

600 Jahre Weinentwicklung und deren Bewertung

600 Weinjahre mit Bewertung, besonderer Wein-Jahrgänge in den verschiedenen Jahrhunderten.

Gerade in jüngster Zeit hat die Weinwissenschaft wiederholt bestätigt, dass die
Grundvoraussetzung für hochwertigen Wein im Weinberg selbst gelegt wird.

Neben den Anstrengungen des Winzers spielen dabei Faktoren wie:
Lage (Boden, Terroir, Exposition) und Klima (Mikro- und Mesoklima)
eine besondere Rolle. Die VDP Weingüter besinnen sich wieder auf
dieses alten Kulturellen Gegebenheiten. Mögen Andere deren Beispiel folgen.

In Jahrhunderten der Weinbereitung war man weitestgehend auf das gute Zusammenspiel
dieser naturgegebenen Faktoren angewiesen, wollte man einen gut trinkbaren Wein erzeugen, auch heute kommt man wieder zu diesen alten Faktoren zurück.

Zwar hatte man zu allen Zeiten gewisse Hausrezepte, um schlechten Wein haltbarer oder auch trinkbarer zu machen, so zum Beispiel die ausschließliche Verwendung von gesunden Trauben, Kälteeinwirkung auf Trauben und Wein, verschiedene Verfahren zur Süßhaltung, spezielle Gefäß- und Lagerungstechniken oder auch gewisse Zusätze wie Pflanzenöl, Honig, Kräuter, Gewürze oder diverse Säuren.

Dies waren hilfreiche wenn auch bescheidene „Werkzeuge“, um einerseits einen schlechten Jahrgang noch ordentlich zu verwerten und andererseits einen guten Jahrgang vor schnellem Altern (Oxidieren) zu schützen (Beigabe von Schwefel).
Bereits im 15. Jahrhundert mussten geschwefelte Weine als solche deklariert werden und schon im 17. Jahrhundert wurde „unausgelaugtes Eichenholz“ zur besseren Haltbarkeit in den Wein gelegt.

Jedoch erst seit etwa 150 Jahren ist man in der Lage, einerseits einen wirkungsvollen Rebschutz zu betreiben und andererseits fehlerhafte Weine aus klimatisch schlechten Jahren durch bestimmte Behandlungsmaßnahmen gezielt „zu heilen“ und genießbar zu machen, wie auch Weine aus besseren und guten Jahrgängen länger frisch zu halten. Insbesondere betrifft dies die Verhinderung von Essigsäurebildung.

Die Säurereduzierung (biologische Säureabbau – BSA), das Behandeln von
Fehltönen und den Oxidationsschutz.

Mit dem Inkrafttreten des ersten Deutschen Weingesetzes im Jahre 1892
(und einen Neufassungen bis in die Gegenwart 2014) sind rechtlich alle Schritte einer ordnungsgemäßen Weinbereitung staatlicherseits vorgegeben.
Zuwiderhandlungen werden bestraft.

So wie in früherer Zeit ist jedoch auch die heutige Weinwirtschaft,
gerade in unseren nördlichen Breien, entscheidend von der Witterung abhängig.

Schlechte, aber auch überreiche Ernten können sich schnell negativ auf die
Betriebsergebnisse auswirken und einen ganzen Berufsstand in Not bringen. Ungünstiges Klima hat sich in früheren Jahren viel stärker auswirkt als heute, weil es damals da es weniger wirksame Bekämpfung von Schaderregern (Sauerwurm, Heuwurm) und Perronospera und Oidium gab. Aber auch heute sind die Winzer von klimatischen Einflüssen nicht gefeit, so wie Hagel, Frost und anhaltende Regenperioden im Sommer. Da früher zusätzliche andere Einkommensquellen fehlten, waren Hungersnöte oft keine Seltenheit, so sind die großen Auswanderungs-wellen nach Amerika eine der Auswirkungen dieser Wetterauswirkungen.

Aus nachfolgender Zusammenstellung der letzten 100 Weinjahre wird deutlich, dass es zu allen Zeiten extreme Witterungsausschläge gegeben hat. Bilderbuchjahre haben sich nach wie vor immer mit Katastrophenjahren abgewechselt.

Die größten Weinjahrgänge der letzten 600 Jahre

600 Weinjahre mit Bewertung, besonderer Wein-Jahrgänge in den verschiedenen Jahrhunderten

600 Weinjahre mit Bewertung, besonderer Wein-Jahrgänge in den verschiedenen Jahrhunderten

1420 – Weinlese um Bartholomä (24. August) prägte dieses außerordentlich fruchtbare Jahr.
1432 – es herrschte Unterbringungsmangel, man benutzte besten Wein zum Anmachen von Mörtel.
1438 – vortreffliches Klima ließ alles köstlich gedei- hen und machte traurige Menschen froh.
1472 – viel Wein mit hohen Zuckerwerten brachte viele besonders „starke“ Weine hervor.
1473 – ein frühes Jahr mit heißem Sommer sorgte für reichlich „Glut“ in den Kelchen.
1475 – ein weiteres Spitzenjahr in den insgesamt gol- denen siebziger Jahren.
1484 – ein äußerst fruchtbares Jahr ließ die Fässer- überlaufen.

1519 – die Natur trieb die Rebe zur Höchstleistung und bester Wein machte alle Keller voll.
1536 – ein heißer Sommer ließ alles prächtig reifen und verwöhnte mit köstlichen Tropfen.
1539 – ein Jahr großer Fruchtbarkeit beschenkte die Bauersleut.
1540 – sehr frühes Jahr mit edelreifen Früchten. Im Oktober blühten nochmals die Bäume.
1546 – eine sehr reiche Ernte bester Qualität ver- setzte die Menschen in allerbestes Gemüt.
1552 – Frühes trockenes Jahr. Im November blüh- ten die Rosen zum zweiten Mal.
1590 – ausgezeichneter Wein durch einen besonders heißen und trockenen Sommer.

1616 – relativ kleine Ernte, aber dafür besonders guter Wein durch heißen Sommer
1630 – hervorragende Blüte und schöner Sommer brachte viel und allerbesten Wein.
1631 – dieses Jahr fügte sich nahtlos an das vorherige an und ließ durchweg edle Tropfen gedeihen.
1638 – nach hartem Winter verlief das Jahr überaus günstig und es wuchsen beste Trauben.
1661 – ein Hauptjahr, indem viel und gute Früchte reiften, darunter auch Spitzenweine.
1676 – einem nassen Frühjahr folgte ein heißer Sommer und ein früher Herbst mit bestem Wein.
1684 – ein sehr heißer und trockener Sommer ließ ziemlich viel und edle Trauben reifen.

1706 – beste Witterung führte zu vorzüglichen und besonders aromatischen Weinen.
1712 – ein Volltreffer der Natur mit reichlich Menge und Güte.
1718 – einer frühen Blüte Anfang Juni folgte ein heißer und trockener Herbst. Jahrtausendwein.
1727 – alles war günstig, so dass es keinen schlechten Wein gab.
1749 – bedingt durch Maifröste war die Menge eher klein. Der Wein war gleichwohl königlich.
1762 – ein heißer gewitterreicher Sommer führte zu früher Traubenreife und bestem Trinkgenuss.
1783 – ein frühes Jahr, heißer Sommer und Herbst sorgte für hochedlen langlebigen Wein.

1811 – extrem günstige Vegetationsbedingungen standen für einen allerbesten Kometenjahrgang.
1822 – ein sehr frühes Jahr mit bestem Klima ließ den Wein kostbar, fett und delikat werden.
1834 – Mitte Juni hatten die Reben verblüht und ein sehr guter Wein ließ alle Bottiche überlaufen Menge großer Weine, oftmals mit geringer Säure.

1971 – ein Oualitätsjahrgang der Extraklasse, wie geschaffen für das neue deutsche Weingesetz.
1976 – ein klimaverwöhntes Auslesejahr mit Top- Oualitäten und Spitzenpreisen.
1983 – die Natur breitete in Menge und Güte ihr Füllhorn aus, Wein heißt „Sonnendüser“, tolle Eisweine
1990 – ein Jahrgang mit höchsten Prädikaten und gutem Lagerpotenzial. Besonders gute Rotweine.
1999 – Ein Jahrgang wie aus dem Lehrbuch, was besonders den klassischen Sorten weiteren Auftrieb verlieh.

Von den 15 besten Jahrgängen des 20. Jahrhunderts fielen 13 auf ungerade Jahre.
Bedingt durch eine immer wirksamer werdende Schädlingsbekämpfung und Oidium, Perronospera- Behandlungen, in Verbindung mit fortschreitenden
önologischen Möglichkeiten, sowie durch günstige klimatische Entwicklungen
wies das 20. Jahrhundert besonders viele Spitzenweinjahrgänge auf.

Analog dazu gingen die klassischen Fehljahre erheblich zurück, sodass der Weinanbau insgesamt deutlich ausgedehnt wurde. Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts werden in Deutschland verstärkt weiße und rote Rebsorten für den Anbau zugelassen, die bis heute ausschließlich in wärmeren Regionen der Erde heimisch waren (Mittelmeerraum, Neue Welt), was primär auf die Klimaerwärmung zurückzuführen ist.

Das neue Jahrtausend Mit dem Hitzejahrgang 2003 ist das neue Jahrtausend erneut mit sehr guten Weinen gestartet.
Ein Jahr das mit Spitzenwerten in punkto Witterungs- und Vegetationsverlauf aufwarten konnte und die Traubenzuckerwerte explodieren ließ. Seit nunmehr 20 Jahren ist kein wirklich schlechtes Weinjahr (außer 2012) mehr zu beklagen, ein Phänomen, welches man in dieser Ausprägung in den Chroniken der Jahrhunderte kein zweites Mal finden kann. Der Jahrgang 2007 scheint diesbezüglich erneut als Superlative in die Weingeschichte eingehen zu wollen. Ein extrem früher Austrieb um den 10. April und ein Blütebeginn um den 20. Mai sorgten für einen Traubenschluss in der dritten Junidekade. Mit dem Weichwerden der Beeren bei den frühen Sorten Mitte Juli war
ein Vegetationsvorsprung von über drei Wochen gegenüber dem Jahr 2006 erreicht und selbst das Jahr 2003 wurde um ca. zehn Tage übertroffen.

Jahr 2014 ist die Vegetation gegenüber den anderen Weinjahrgängen um bis zu drei Wochen früher. Es gab vereinzelt Frostschäden, die meist in den tieferen Senken stattfand. Sollte dieser Vegetationsvorsprung beibehalten werden können, so wird dieser Jahrgang vorraussichtlich auch in die Geschichte der besonderne Weinjahrgänge eingehen.