Archiv der Kategorie: Weinbranche

Umfrageergebnisse zur Messe „Wein am Dom“

Veranstalter die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und die Weinwerbung Pfalzwein e. V. sehen Konzept durch Umfrageergebnisse bestätigt.

Wein am Dom - Speyer Dom2015

Wein am Dom – Speyer Dom2015

Ein überwiegend jüngeres Publikum kommt zu „Wein am Dom“, geschätzt wird vor allem das besondere Ambiente mit verschiedenen Ausstellungsorten in der historischen Speyerer Altstadt – das sind zwei Ergebnisse der Besucherumfrage zur Weinmesse, die Mitte April zum dritten Mal in Speyer stattgefunden hat. Die Veranstalter des Weinforums der Pfalz, die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und die Weinwerbung Pfalzwein e. V., hatten die Umfrage in Auftrag gegeben, befragt wurden 258 der knapp 3500 Besucher. Die Ergebnisse sehen die Veranstalter als Bestätigung ihres Messekonzepts: „Wir haben beste Noten fürs Ambiente, für den Service und die Qualität des Weinangebots bekommen, dieses Schaufenster des Pfälzer Weins in Speyer ist hochattraktiv“, sagte der Pfalzwein-Vorsitzende Edwin Schrank.

Wein am Dom Ergebnis Personen

Wein am Dom Ergebnis Personen

Für die Weingüter und Winzergenossenschaften besonders erfreulich: Fast zwei Drittel der Befragten (61,6 Prozent) wollen nach dem Probieren auch Wein übers Internet oder bei einem Besuch im Betrieb kaufen. Der Termin für die nächste Auflage der Messe steht inzwischen ebenfalls fest: 2016 wird „Wein am Dom“ am 16. und 17. April stattfinden.

Der Eindruck der Aussteller, die sich an viele junge Gesichter unter den Weinliebhabern bei „Wein am Dom“ erinnern, wird durch die Befragung erhärtet: Die Altersgruppe zwischen 21 und 30 ist mit fast 27 Prozent die größte, 68 Prozent der Befragten war jünger als 50 Jahre. Mit einer glatten Eins benoteten fast 59 Prozent der Befragten das Ambiente der Messe mit mehreren reizvollen Veranstaltungsräumen inmitten der attraktiven Speyerer Altstadt. Herausragend auch das Zeugnis für die Qualität der angebotenen Weine und Sekte (120 Befragte vergaben die Note Eins, das entspricht 46,5 Prozent, weitere 120 die Note Zwei). Ähnlich gut wurde der Service der Veranstalter bewertet, fast 90 Prozent hielten hier die Noten Eins oder Zwei für angemessen.

Wein am Dom Ergebnis Branchen

Wein am Dom Ergebnis Branchen

Zwar kommt der größte Teil der Weinliebhaber, die sich bei „Wein am Dom“ ein Bild der Pfälzer Gewächse verschaffen, aus Rheinland-Pfalz, vorwiegend aus Speyer, den Nachbarorten sowie den Städten und Kreisen an der Deutschen Weinstraße. Doch auch die Weinliebhaber in Nordbaden bis zur südhessischen Bergstraße sind überproportional vertreten, wie auch eine Auswertung der Zahlen des Kartenvorverkaufs belegt. Endverbraucher stellen fast 51 Prozent des Messepublikums, 12 Prozent haben als Hotelier, Gastronom oder Weinfachhändler beruflich mit dem Rebensaft zu tun.

Doch was suchen die Gäste bei einem solchen Forum mit etwa 150 Weingütern und Genossenschaften und einem Angebot von mehr als 800 Weinen und Sekten? Auch hier liefert die Befragung Anhaltspunkte: Weißweine stehen mit 85,3 Prozent klar im Vordergrund, außerdem ist eine Vorliebe für trockene Weine unübersehbar (60,9 %). Prämierte Weine und der neue Jahrgang sind weitere Interessensschwerpunkte. Erfreulich, dass mehr als 55 Prozent für den Messebesuch vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen sind, auch der Kartenvorverkauf wurde rege genutzt (58,5 Prozent). Der Umfrage zufolge profitieren zudem die Restaurants und Cafés in der Domstadt nachhaltig von der Messe: Fast 66 Prozent, also zwei von drei Besuchern, gaben an, sie hätten das gastronomische Angebot in Speyer genutzt.

„Nachhaltig Austria”

Erste österreichische Weingüter „zertifiziert nachhaltig”

„Nachhaltig Austria"

„Nachhaltig Austria”

Das vor knapp einem Jahr vom heimischen Weinbauverband eingeführte Zertifizierungstool für nachhaltigen Weinbau in Österreich – „Nachhaltig Austria” – stieß von Anfang an auf großes Interesse bei den Weinbauern. So wurden seit Beginn des Projekts ca. 500 Registrierungen auf dem Online-Tool verzeichnet.

Seit Januar 2015 ist die offizielle Zertifizierung
bei den zwei Zertifizierungsstellen agroVet und Lacon möglich. Nun gibt es die ersten 14 Weingüter, die den aufwändigen Zertifizierungsprozess für nachhaltigen Weinbau erfolgreich abgeschlossen haben und das Logo „Nachhaltig Austria”, ergänzt um ihre Zertifizierungsnummer verwenden dürfen. Die Weingüter stammen aus unterschiedlichen Weinbaugebieten Österreich, was die Akzeptanz des Nachhaltigkeits-Projekts in der heimischen Weinwirtschaft unterstreicht.

Nachhaltigkeits-Positionierung als Notwendigkeit
Viele Weingüter haben uns bereits beim Projektstart signalisiert, dass sie an einer Nachhaltigkeits-Zertifizierung sehr interessiert sind”, erklärt Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM). „Unseren Winzern ist die Bedeutung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zunehmend bewusst. Betriebe, die dieses aufwändige Zertifizierungsverfahren erfolgreich absolviert haben, bekommen mit dem von der ÖWM entwickelten neuen Logo „Nachhaltig Austria” ein wichtiges zusätzliches Asset für ein zeitgemäßes Betriebsmarketing in die Hand.” Laufend treffen bei den zuständigen Stellen neue Zertifizierungsanträge ein, sodass die ÖWM und der Weinbauverband mittelfristig mit bis zu 150 „Nachhaltig Austria” zertifizierten Weinbaubetrieben rechnen.

System ermittelt Status Quo und Verbesserungspotenzial
Das Nachhaltigkeitsprojekt des Österreichischen Weinbauverbandes wurde mit Fachexperten und in mehreren Stufen in einem langjährigen Prozess entwickelt. „Winzer können in dem System eigenständig ihre Kennzahlen zu Traubenproduktion, Weinerzeugung, Weingartenanlage, Soziales und Ökonomie eingeben und erhalten neben einem Nachhaltigkeits-Status Quo des Betriebes auch Vorschläge zur Verbesserung ihrer nachhaltigen Produktion” kommentiert Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes.

Wachau Weingut Karin u Franz Hick info@hick.at Oberarnsdorf 82 3621 Mitterarnsdorf agroVet
Kremstal Weingut Leopold Müller info@weingutmueller.at Hollenburgerstr. 12 3508 Krustetten Lacon
Kamptal Weingut Fam. Stefan Frei info@weingut-frei.at Silberörtl 6 3561 Zöbing Lacon
Traisental Weingut Hofmann Rudolf office@weingut-hofmann.at Oberndorferstrasse 41 3133 Traismauer Lacon
Traisental Bernhard Steyrer traisental@weingut-steyrer.at Pointweg 10 3125 Kuffern Lacon
Wagram Burger Anita office@weinbauburger.at Ottenthal 42 3470 Ottenthal Lacon
Burgenland Weingut Bayer-Erbhof, Ing. Josef Bayer weingut@bayer-erbhof.at Hauptstr. 50 7082 Donnerskirchen Lacon
Thermenregion Weingut Drexler-Leeb weinbau@drexler-leeb.at Hochstraße 65 2380 Perchtoldsdorf Lacon
Burgenland Liegenfeld Gerda weingut@liegenfeld.at Johannessstraße 25 7082 Donnerskirchen Lacon
Wien Weingut Wien Cobenzl office@weingutcobenzl.at Am Cobenzl 96 1190 Wien Lacon
Kremstal Weingut Stadt Krems Gmbh office@weingutstadtkrems.at Stadtgraben 11 3500 Krems Lacon
Kremstal Weingut Stift Göttweig Gmbh office@weingutstiftgoettweig.at Göttweig 1 3511 Furth Lacon
Kamptal Erich u. Karin Kroneder weinbau@kroneder.at Gföhlerstraße 28 3550 Langenlois Lacon
Burgenland WG K+K Kirnbauer eGen kirnbauer@phantom.at Rotweinweg 1 7301 Deutschkreutz Lacon

DLG-Auszeichnung für Dr. Claus Patz – Hochschule Geisenheim

Ehrenamtliches Engagement von Dr. Claus Patz, als Sachverständiger für Fruchtgetränke gewürdigt.

Ehrenamtliches Engagement von Dr. Claus Patz, als Sachverständiger für Fruchtgetränke gewürdigt

Ehrenamtliches Engagement von Dr. Claus Patz, als Sachverständiger für Fruchtgetränke gewürdigt

 

 

 

 

 

 

 

Der Vorstand der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat Dr. Claus Patz von der Hochschule Geisenheim mit der Max-Eyth-Denkmünze in Bronze ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung würdigt die DLG sein ehrenamtliches Engagement in den Qualitätsprüfungen für Fruchtgetränke.

Dr. Patz ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Geisenheim verantwortlich für das Labor der Wein- und Getränkeanalytik. Er ist Leiter für angewandte Spektroskopie (FTIR, NMR, TRFA, ICP) und arbeitet in verschiedenen analytischen Gremien mit (FTIR in der Weinanalytik und NEXTNMR). Außerdem hält er Vorlesungen an der Hochschule Geisenheim und der Justus-Liebig-Universität Gießen und ist aktives Mitglied in der Mitteleuropäischen Brautechnischen Analysekommission (MEBAK) sowie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCH) in der Fachgruppe Fruchtsaft und fruchtsafthaltige Getränke. Dr. Patz nimmt bereits seit 1996 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Prüfbevollmächtigter an den Internationalen DLG-Qualitätsprüfungen für Fruchtgetränke teil. In der DLG-Kommission für Fruchtgetränke und Erfrischungsgetränke ist er seit 2005 Mitglied. Mit seinem Fachwissen trägt er wesentlich zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung der DLG-Prüfungen bei.

Bodensee-Weinmesse am 18. April in Friedrichshafen

Bereits zum vierten Mal findet die kleine, aber feine Endverbraucher-Messe im Dornier-Museum Friedrichshafen statt. Die positiven Erfahrungen der letzten Jahre bewogen die Winzer dazu, die Weinpräsentation dieses Jahr wieder dort zu veranstalten.

„Das DornierMuseum am Flughafen bietet uns ein stilvolles, großes Raumangebot.
Die Transparenz des Gebäudes mit seinen großen Glasfassaden, die tollen Ausstellungsstücke
und die hervorragende Infrastruktur haben uns überzeugt“ meint der Vorsitzende des Vereins,
Dr. Jürgen Dietrich.

Auch die Besucherzahlen und die positive Resonanz bei den Gästen geben dem Veranstalter Recht.
Und so darf auch dieses Jahr wieder von 15:00 bis 20:00 Uhr nach Kräften probiert und verglichen
werden. Danach ist noch genügend Zeit um auszugehen oder einen gemütlichen Fernseh-Abend
zu Hause zu verbringen.

Wieder dabei sind dieses Jahr die Gästeführer „Weinerlebnis Bodensee/Allgäu“, die ihr breit
gefächertes Angebot an Führungen durch Weinberge und Keller präsentieren.

Ein Highlight wird sicher die Vorstellung des neuen BodenseeWeinmagazins von Labhard Medien
auf der Messe sein..

Passend zum Wein wird das gemütliche-moderne Museumsrestaurant „DO-X“ die „Unterlage“ liefern – von kleinen bis großen Gerichten.

Das Museum ist mit der Bahn, direkt mit dem Bus über die „Montfort Linie“ 7586 und auch
sehr gut mit dem Pkw zu erreichen. Parkplätze sind unmittelbar am Haus

Traditionell stellen an diesem Tag die deutschen Winzer aus der Region von Lindau bis nach
Hohentengen die Weine des neuen Jahrganges vor. Seit 2008 sind auch Kollegen aus der
Schweiz dabei. Vom Schaffhauser Blauburgunderland wird ein Gemeinschaftsstand mit Weinen
unterschiedlicher Betriebe von der Qualität der edlen Tropfen aus dem Nachbarland zeugen.

An 23 Einzel- und Gemeinschaftsständen stellen 30 Weinerzeuger über 150 Weine vor. Fast alle
Weinerzeuger stehen persönlich für alle Fragen rund um den Wein zur Verfügung.
Die Weinmesse öffnet ihre Pforten um 15:00 Uhr mit der Begrüßungsansprache von Jürgen Dietrich,
dem 1. Vorsitzenden des BodenseeWein e. V. Natürlich wird es sich auch der Hausherr des Dornier-Museums, Direktor Berthold Porath, nicht nehmen lassen, die Weingenießer willkommen zu heißen.
Schirmherrin der BodenseeWeinmesse ist die BodenseeWeinprinzessin Teresa Matzat.
Auch die Badische Weinkönigin Josefine Schlumberger hat ihr Kommen angekündigt.

Die Bodenseewinzer freuen sich auf einen regen Besuch und auf gute Gespräche in angenehmer,
stilvoller Atmosphäre.

Eintritt Weinmesse:   11,– €
Eintritt Dornier-Museum:        9,- €
Kombiticket Museum + Messe:  17,- €
Veranstalter: BodenseeWein e.V.
Tel. +49(0)7532-44 67-0
http://www.bodenseewein.de
info@bodenseewein.de

USA: Verwendung von AVA-Namen als Ursprungsbezeichnung auf Weinetiketten

USA: Verwendung von AVA-Namen als Ursprungsbezeichnung auf Weinetiketten

Das Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau (TTB) schlägt einer Änderung seiner Verordnungen vor, um zu ermöglichen, dass Namen der American viticultural area (AVA) als Ursprungsbezeichnung auf Etiketten von Weinen verwendet werden, die, abgesehen davon, dass sie nicht in dem Staat des angegebenen Weinbaugebiets, sondern in einem angrenzenden Staat fertiggestellt wurden, Anspruch auf die Verwendung des AVA-Namens haben.

Durch diesen Vorschlag würde eine gröβere Flexibilität bei der Weinherstellung und Kennzeichnung ermöglicht und dennoch gewährleistet, dass den Verbrauchern ausreichende Informationen zur Identität der gekauften Weine bereitgestellt werden.

Das TTB erlaubt die Verwendung von Namen von Weinbaugebieten als Ursprungsbezeichnung, um Winzern eine bessere Beschreibung des Ursprungs ihrer Weine und Verbrauchern eine bessere Identifizierung der gekauften Weine zu ermöglichen.

Dieses würde den Europäischen g.U und g.g.A widerlaufen. Es macht keinen Sinn die Ursprungsbezeichnung bei Mischanbaugebieten (verschiedene US Bundesstaaten) zu verwenden. Dieses wäre kontraproduktiv zu der EU Ursprungsbezeichnungen.

Weitere Info’s:

DEPARTMENT OF THE TREASURY
Alcohol and Tobacco Tax and Trade
Bureau
27 CFR Part 4
[Docket No. TTB–2015–0003; Notice No.
147]
RIN 1513–AC13
Use of American Viticultural Area
Names as Appellations of Origin on
Wine Labels  

#‎Bayerischen‬ ‪#‎Staatsehrenpreis‬ 2014

#‎Bayerischen‬ ‪#‎Staatsehrenpreis‬ 2014 für vier ‪#‎fränkische‬ ‪#‎Weingüter‬

#‎Bayerischen‬ ‪#‎Staatsehrenpreis‬ 2014 Weingueter Braun, Juliusspital WÜ, Fröhlich u  Horst Sauer

#‎Bayerischen‬ ‪#‎Staatsehrenpreis‬ 2014 Weingueter Braun, Juliusspital WÜ, Fröhlich u Horst Sauer

Für dauerhaft hervorragende Ergebnisse bei ‪#‎Qualitätsprüfungen‬ hat ‪#‎Landwirtschaftsminister‬ Helmut ‪#‎Brunner‬ in ‪#‎Würzburg‬ vier fränkischen Weingütern den Bayerischen Staatsehrenpreis überreicht: Das Weingut Manfred ‪#‎Braun‬ aus Nordheim (Lkr. Kitzigen) wurde in der Kategorie der Betriebe bis fünf Hektar ausgezeichnet. Bei den Betrieben von fünf bis 15 Hektar und von 15 bis 50 Hektar erhielten die Weingüter Clemens ‪#‎Fröhlich‬ und ‪#‎Horst‬ ‪#‎Sauer‬ aus Escherndorf (Lkr. Kitzingen) die begehrten Auszeichnungen. Die Urkunde für Betriebe mit mehr als 50 Hektar Rebfläche ging in diesem Jahr an das Weingut ‪#‎Juliusspital‬ in Würzburg. Die heuer erstmals von drei auf vier Kategorien erweiterte Prämierung trägt laut Brunner den verschiedenen Betriebsgrößen in Franken besser Rechnung.

#‎Bayerischen‬ ‪#‎Staatsehrenpreis‬ 2014 Weingueter Braun, Juliusspital WÜ, Fröhlich u  Horst Sauer

#‎Bayerischen‬ ‪#‎Staatsehrenpreis‬ 2014 Weingueter Braun, Juliusspital WÜ, Fröhlich u Horst Sauer

Der Staatsehrenpreis zeichnet nach Aussage des Ministers absolute Spitzenleistungen aus: „Er ist die Krönung langjähriger erfolgreicher Qualitätsanstrengungen und dient als Ansporn, in den Bemühungen nicht nachzulassen.“ Die Fülle der nationalen und internationalen Auszeichnungen, die auch heuer wieder nach Franken gegangen sind, belegen Brunners Worten zufolge eindrucksvoll, dass die fränkischen Winzer mit ihrer konsequenten Ausrichtung auf Qualität auf dem richtigen Weg sind. Mit viel Engagement, hervorragendem weinbaulichem Können und großer Leidenschaft hätten sie sich in den vergangenen Jahrzehnten einen Spitzenplatz im deutschen Weinbau erarbeitet. Brunner: „Mit einem stimmigen Gesamtkonzept hat es Weinfranken geschafft, nicht nur die Qualität des Frankenweins, sondern die ganze Region zu einer echten Erfolgsgeschichte zu machen, von der alle profitieren – Weinbau, Gastronomie und Tourismus.“

#Lauffener und #Mundelsheimer Weingärtner ernten 11,2 Millionen kg Trauben 2014

Lauffener und Mundelsheimer Weingärtner ernten einen Jahrgang 2014 der sehr feinfruchtige und sortentypische Weine zeigt und diesen mit viel Eleganz und Harmonie begleitet.

 Lauffener und Mundelsheimer Weingärtner ernten 11,2 Millionen kg Trauben 2014


Lauffener und Mundelsheimer Weingärtner ernten 11,2 Millionen kg Trauben 2014

Nach einem turbulenten Weinjahr mit außergewöhnlichen Anforderungen haben die Lauffener Weingärtner einen besondern Jahrgang 2014 in die Keller gebracht. „Die Weine zeigen sich nach der Gärung sehr sortentypisch und feinfruchtig. Sie haben viel Eleganz und bereits viel Harmonie“, beschreibt Ulrich Maile, der Vorstandsvorsitzendeder größten Einzelgenossenschaft in Württemberg, die Qualität der diesjährigen Weine. Mit rund 11,2 Millionen Kilogramm Trauben lag die Erntemenge im langjährigen Durchschnitt. In den Lauffener Weinbergen wurden 8,4 Millionen kg (Vorjahr 7,3 Mio. kg) Trauben gelesen, in Mundelsheim an der Neckarschleife konnten 2,8 Millionen kg (2,4 Mio.) geerntet werden.

„Die Lese begann in diesem Jahr am 11. September und damit sehr früh. Der letzte Hauptlesetag fand am 9. Oktober statt“, berichtet Geschäftsführer Marian Kopp. Vor einem Jahr waren 25 Lesetage notwendig, um die Trauben einzubringen. Grund für die teilweise hektische Turbolese waren zu hohe Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad bei außergewöhnlich viel Regen
mit 50 bis 60 Litern pro Quadratmeter innerhalb von zwei Tagen. „Dadurch entstand Fäulnisdruck. Die sehr zügige und selektive Lese brachte uns dennoch einen von der Güte und von der Menge her gesehen sehr ordentlichen Jahrgang“, stellt Ulrich Maile zufrieden fest.

Nach Angaben von Kellermeister Michael Böhm lag das durchschnittliche Mostgewicht bei den Rotweinsorten bei 76,8 Grad Öchsle und bei den Weißweinsorten bei 78,1 Grad Öchsle. Insgesamt wurden in Lauffen und in Mundelsheim 10 Millionen kg rote und 1,25 Millionen kg weiße Trauben angeliefert. Bei den roten Sorten entspricht dies 132 kg pro Ar und bei den weißen Sorten 115 kg/ar. „Die alkoholische Gärung verlief reibungslos. Die Weißweine präsentieren sich fruchtig, sortentypisch, frisch und reintönig und sind von einer außergewöhnlichen Mineralität geprägt“, sagt Michael Böhm. Die Rotweine würden durch ihre feingliedrige Art, durch Gebietstypizität, fruchtig-feine Ausprägung und einen ausgewogenen harmonischen Geschmack bestechen.

„Es war ein turbulentes Weinjahr mit außergewöhnlichen Anforderungen an den Wengerter, aber auch an unseren Kellermeister und unsere Kellermannschaft“, betont Ulrich Maile. Nach dem Austrieb am 20. März 2014, „so früh wie noch nie nach unseren Aufzeichnungen in Lauffen“, waren durch drei, höchst gefährliche Frühfrostperioden am 26. März erste Frostschäden
festzustellen. Die Blüte begann in den exponierten terrassierten Steillagen, von denen es in Lauffen so früh wie sonst nirgendwo in Württemberg gibt, bereits am 23. Mai. „Am Pfingstwochenende hatten wir bilderbuchhaftes Blütewetter“, schwärmt der Vorstandschef von der Entwicklung. Allerdings folgte danach eine sehr lange Trockenphase, im Juli und August sehr wechselhaftes Wetter mit zu viel Regen bis zum Herbst. Dennoch war ein Vegetationsvorsprung von bis zu drei Wochen feststellbar.

Große Herausforderungen gab es für die Wengerter in Sachen Pflanzenschutz – insbesondere die zum ersten Mal massiv aufgetretene Kirschessigfliege bereitete große Probleme. „Die Wengerter, die durch intensive Pflege sowohl der Stöcke als auch beim Pflanzenschutz keine Experimenten eingegangen sind, wurden belohnt“, erklärt Ulrich Maile. Zwar verlangsamte sich durch die Wetterkapriolen die Traubenentwicklung; dennoch startete die Lese am 11. September, so früh wie schon lange nicht mehr. „Auch im Premiumbereich konnten wir zum Leseschluss am 12. Oktober, einem Sonntag, noch absolute Spitzen für unsere Premiumserien ‚Poeten, Josua und Kaleb’ und für unsere Top-Line ‚vinitiative’ unserer Jungwinzer lesen“, sagt der Lauffener Vorstandschef.

Ulrich Maile, Marian Kopp und Michael Böhm sind davon überzeugt, dass der Jahrgang 2014 mit „seinen hochreifen, physiologisch harmonischen Balancen zwischen feinen Gerbstoffen und eleganten Säuren uns noch viel Freude bereiten wird“. Dafür nehmen die Weingärtner von Lauffen und Mundelsheim
in Kauf, dass sie der Jahrgang 2014 „über alle Maßen gefordert hat“.

Lauffener Weingärtner eG

Die Lauffener Weingärtner eG ist nach der Fusion mit der WG Mundelsheim mit einer Rebfläche von 870 ha und 1170 Mitgliedern sowie einem Umsatz von 19,01 Millionen Euro die größte Einzelgenossenschaft im Weinanbaugebiet
Württemberg. Bei 106 ha verfügt Lauffen über die größte terrassierte Steillagenfläche in Württemberg. In den Großlagen Kirchenweinberg und Schalkstein sowie den Einzellagen Katzenbeißer, Käsberg, Mühlbächer und Rozenberg wachsen vor allem Schwarzriesling, Trollinger, Samtrot, Lemberger und Riesling. Der „Katzenbeißer“ ist bei den Verbrauchern in ganz Deutschland der bekannteste Württemberger Wein. Die Lauffener Weingärtner sind im DLG-Ranking seit elf Jahren ununterbrochen bester Weinerzeuger in Württemberg. Die Qualität der Lauffener und Mundelsheimer Weine wird von
zahlreichen Auszeichnungen belegt. Neben dem Sieg im europäischen VINUMGenossenschaftscup gab es den ersten und dritten Platzbeim Deutschen Rotweinpreis,den zweiten Platz im FocusWeintest, den Sieg beim Deutschen Lemberger-Preis „Vaihinger Löwe“, die Ehrung als „beste Jungwinzer-Vereinigung“ in Deutschland, den Jungwinzerpreis des Weinbauverbandes Württemberg sowie verschiedene Spitzenplatzierungen bei der ARTVINUM und der Berliner Weintrophy, bei Mundus Vini und Selection etc. Außerdem wurde Lauffener Wein wiederholt beim Filmfestival Berlinale kredenzt.