Archiv der Kategorie: Weinbranche

„Regionalität“ – Mehrwert für Winzer und Kunden

23. WeinMarketingtag Rheinland-Pfalz: Regionalität braucht Menschen, Emotionen und klare Profile

Marketingtag-Oppenheim-2016

 

 

 

Vor einem Plenum mit rund 150 Teilnehmern diskutierten Experten aus der Gastronomiebranche und Weinwirtschaft beim 23. Weinmarketingtag Rheinland-Pfalz am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) in Oppenheim über Regionalität als Mehrwert für den Kunden wie auch für die Weinvermarktung selbst: Wie kann es gelingen über regionale Produkte die Konsumenten emotional zu binden und von der Qualität des Angebot zu überzeugen? Und welche Rolle spielt dabei die Gastronomie als Sprachrohr für den Winzer und die Region?

Otto Schätzel vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück stimmte die Teilnehmer mit einem Blick auf die aktuellen Entwicklungen am Weinmarkt auf den Nachmittag ein: „Wir müssen die konsequente Qualitäts- und Herkunftsstrategie der letzten Jahre weitergehen und so konkurrenzfähig bleiben. Über das Thema Regionalität können wir dem Kunden einen Mehrwert bieten: authentische, echte Produkte und keine Plagiate!“
In ihrem Grußwort rief Staatsministerin Ulrike Höfken vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Energie, Weinbau & Forsten zu einem konzertierten Miteinander aller am Weinmarkt Beteiligten auf, um sich gemeinsam erfolgreich im Lebensmittelhandel zu positionieren. Regionalität könne dabei eine wichtige Orientierung für den Verbraucher sein.

„In einer Welt, die bestimmt wird von Globalisierung, Entfernung von der Landwirtschaft und Zeitknappheit interessieren sich immer mehr Konsumenten für das Regionale und damit für das Authentische, das Verantwortungs- und Umweltbewusste.“, bestätigte Bernd Wechsler, Leiter des Kompetenzzentrums Weinmarkt & Weinmarketing Rheinland-Pfalz, der die Moderation des Nachmittags übernahm. Allerdings greift der Ansatz „aus der Region, für die Region“ zu kurz. Beim „Export“ der regionalen Spezialität Wein geht es besonders darum, das Qualitätsimage der Herkunftsregion zu schärfen. Dabei spielt die Winzerpersönlichkeit eine entscheidende Rolle.

Lukas Dudek, Geschäftsführer der Markenagentur „Taste! Food & beverage communication“ in Offenbach reflektierte das Thema Regionalität aus Verbrauchersicht: Er machte deutlich, dass sich Kunden durch den Kauf regionaler Produkte das Lebensgefühl einer Region nach Haus holen wollen. Dabei sei eine Marke, die für bestimmte Werte wie Qualität, Genuss oder Vertrauen steht, ebenso wichtig wie die emotionale Gestaltung der Produktverpackungen. Allerdings findet Wein in den regionalen Produktlinien des Lebensmitteleinzelhandels noch nicht statt: hier stehen bislang Produkte wie Eier, Fleisch, Obst und Gemüse im Fokus.

Matthias Gutzler vom Kompetenzzentrum Weinmarkt & Weinmarketing Rheinland-Pfalz machte den anwesenden Winzerinnen und Winzern klar, dass sie selbst die Hauptverantwortung für das Image einer Weinregion tragen: „Region und Herkunft müssen noch stärker in der eigenen Story verankert werden! Als Winzer können Sie nachhaltig Verantwortung für Ihre Region übernehmen wenn sie die Herkunft für den Kunden spürbar und schmeckbar werden lassen.“ Die Herkunftspyramide nach dem Modell des VDP („je enger die Herkunft, desto höher die Qualität“) bietet die Chance, ein klares Profil zu schaffen. Eine wichtige Multiplikatorenrolle sieht Gutzler dabei bei den Spitzenbetrieben, die immer wieder wichtige Impulse geben und von der Basis unterstützt werden sollten.

Für Philipp Wittmann, Winzer aus Westhofen und Präsident des VDP Rheinhessen sind vor allem die Ortsweine die wahren Botschafter einer Region. Der Verfechter der Herkunftspyramide fordert eine klare konsequente Bezeichnung der Weine mit entsprechenden Produktionsrichtlinien. Nur so könne sich die Typizität einer Region im Wein widerspiegeln. Wittmann setzt dabei auf die Kooperation und den Austausch der Winzer untereinander: „Wir müssen gemeinsam am Profil der Region arbeiten und die gleiche Sprache in der Kommunikation nach außen sprechen.“

Monike Reule, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI) weiß, dass „Herkunft“ beim Konsumenten ein Kopfkino auslöst, das für die intuitive Kaufentscheidung von entscheidender Bedeutung ist. Sie warf einen Blick auf die strategisch wichtigen Wein-Zielgruppen. Für 80 % der Weinzielgruppe sei die Herkunft des Weines bei der Weinauswahl ein wichtiger Faktor. „Wir müssen mit Herkunft faszinieren!“, rief Reule auf. Das DWI hat dazu Maßnahmen wie einen digitalen Lagenatlas, die Plakatkampagne „Weine mit Herkunft“ in 30 Großstädten und einen neuen Imagefilm mit emotionalen Aufnahmen aus den 13 deutschen Weinanbaugebieten geplant.

Zum Abschluss machte Gerhard Retter – Sommelier und Betreiber der trendigen Cordobar in Berlin sowie der Fischerklause am Lütjensse – klar, dass die Region allein kein Alleinstellungsmerkmal darstellt: „Die Weinanbaugebiete müssen sich noch mehr durch individuelle Besonderheiten hervortun. Wobei euch hier die Nachhaltigkeit gesichert sein muss. Das Potential in Deutschland ist vorhanden: Böden, Lagen und gut ausgebildete Winzer.“ Sommeliers und Gastronomie sind wichtige Multiplikatoren, die von Winzern begeistert und mit Information versorgt werden sollten. Als Weingastronom sieht sich Retter als Sprachrohr für die Winzer und Weinregionen: „Klare Abgrenzungen und Geschmacksprofile machen es den Kunden leichter, sich im Weinsortiment zu orientieren.“

Argentina

Argentinien, dieser Tage: Die letzten Trauben werden eingebracht, bald ist die Lese 2016 beendet. Das Team von Viña Kaiken (Mendoza) freut sich auf einen sehr guten Jahrgang, wenn er auch mengenmäßig geringer ausfallen wird.

Steiler Aufwärtstrend in Argentinien

Die aktuellen Berichte der Wein-Ikonen Tim Atkin MW und Stephen Tanzer räumen Argentinien größte Chancen im Bewerb um die Spitze im Hipp-Ranking ein. Tim Atkin, der renommierte britische Master of Wine, besucht Argentinien seit den 1990er Jahren regelmässig. Für seinen aktuellen 147-Seiten-starken Bericht verkostete er gut 1.100 Weine. Weingut Kaiken punktet mit vier 90 Punkte+ Weinen.
Der US Amerikaner Stephen Tanzer schwärmt in seinem aktuellen Bericht in Vinous über Argentinien. Mehr als 1000 Weine hat er dafür zwischen Januar und März probiert.

Dynamik und erfrischende Weinstile
Weg von der Marmelade, weg von port-artigen Rotweinen. Rauf in die Höhe, hin zu Gebieten mit großen Tag-Nacht-Temperaturunterschieden. Dieser Enthusiasmus der neuen Generation der Winzer entging Tim Atkin MW und Stephen Tanzer nicht. Beide sind voll des Lobes für das charmante Land der Neuen Welt, dessen Dynamik, Enthusiasmus und Freude von keiner Krise gebremst werden können. Tim Atkin MW: „Right now, there’s a dynamism and vitality to the Argentinean wine scene that I haven’t seen since the 1990s“. Stephen Tanzer sagt: „Despite the recent financial difficulties, today’s wine scene in Argentina is as dynamic as it has ever been.“

Warum Aurelio Montes Jr. Argentinien liebt
Aurelio Montes Jr. (40) weiß, warum er sich mit seinem Weingut Kaiken ausgerechnet in Mendoza niedergelassen hat. „If you drink Argentinian wine, you drink Argentinian culture“. Und die liebt der gebürtige Chilene! Kultur, Lebensstil und Anbaubedingungen für Wein unterscheiden sich in Chile und Argentinien deutlich. In Argentinien beträgt die Luftfeuchtigkeit nur rund 30 %, während sie in Chile im Sommer 65 – 70 % und im Winter 90 % beträgt. Zudem sind in Argentinien 90 % aller Tage hell und klar. Während Chile sein Cool Climate am Pazifik abholt, wandern die Argentinier in die Höhen der Anden oder in den rauen Süden nach Patagonien. Die rund 100 ha Lagen von Kaiken sind äußerst steinig. Rund 50 % der Flächen bestehen aus Geröll oder Steinen.

Sub-Regionen to watch
Um die weitläufige Super-Region Mendoza besser verstehen zu können (80 % der argentinischen Weinproduktion kommen aus Mendoza), wurden Indicaciónes Geográfica (IG) eingeführt. Weinfreaks konzentrieren sich natürlich längst auf die beachtenswerten Sub-Regionen wie z. B. Gualtallary in Uco Valley in Mendoza oder Cafayate Valley in Salta. In diesen beiden Sub-Regionen besitzt das Weingut Kaiken Weinberge mit Malbec, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot bzw. bezieht Trauben für seinen Kaiken Torrontés.

Tolle Bewertungen für Viña Kaiken
Tim Atkin bewertet in seinem aktuellen Argentinien-Bericht gleich vier Weine mit mehr als 90 Punkten:

92 points2012 Kaiken Mai Malbec
An ambitious, high-end Malbec from Vistalba, this is entirely aged in new French oak. It’s a compact, serious red that will need some time to emerge from under the barrel staves, but has dense, scented, plum, blackberry and orange peel-scented fruit and tannic focus.

92 points – 2013 Kaiken Obertura Cabernet Franc
Kaikén’s Cabernet Franc comes from Vista Flores and is a ripe, well-upholstered expression of this increasingly fashionable grape. Grassy, graphite aromas, dense, compact tannins, well handled oak and balancing acidity impress on the palate.

91 points – 2013 Kaiken Ultra Cabernet Sauvignon
You’d expect a winery owned by the Montes family from Chile to be good at making Cabernet in Argentina and you’d be correct. This is a classic cassis, dried herbs and cigar box style, with a firm backbone of tannin and well-integrated, toasty oak. There’s 5% Malbec in this too.

91 points – 2013 Kaiken Ultra Malbec
Aurelio Montes Junior is taking this Chilean-owned winery to new heights, working alongside oenologist, Rogelio Rabino. This is a very poised Uco Valley Malbec, combining perfumed, subtly oaked fruit from Vista Flores, Paraje Altamira and Gaultallary. It has the structure to age, too.

Lesen Sie hier Tim Atkin’s Argentina Special Report von März 2016. Ein Auszug:
“Right now, there’s a dynamism and vitality to the Argentinean wine scene that I haven’t seen since the 1990s. In fact, it’s even more exhilarating than it was then, thanks to the emergence of new regions, styles and winemakers and a renewed sense of self-confidence. No one knows what will happen to the economy over the next 12 months, but the future of the wine industry looks extremely bright.”

Stephen Tanzer, Vinous, schreibt in seinem Artikel „Argentina: The Cool Years“:
(…) Despite the recent financial difficulties, today’s wine scene in Argentina is as dynamic as it has ever been. (…) Since 2013 Argentina has experienced a succession of cool vintages, and this weather trend has further intensified the shift away from porty, high-octane reds with dried-fruit character. The result has been a greater number of outstanding bottlings than ever before.

Über Kaiken:

2002 wurde das Unternehmen von Viña Kaiken mit dem Bestreben gegründet, das Beste beiderseits der Anden zu verbinden: Hervorragende weinbauliche Bedingungen in Argentinien und hochprofessionelles weinbauliches Know-How aus Chile. Im Weinbaugebiet Mendoza herrschen genau jene Bedingungen, die Trauben wie Malbec oder Cabernet Sauvignon zu hocharomatischen und zugleich lebendig-frischen Gewächsen heranreifen lassen. Heute kultiviert das Weingut unter der Leitung des gebürtigen Chilenen Aurelio Montes Jr. rund 100 Hektar Weinberge: 17 ha in Vistalba, 70 ha in Agrelo und 15 ha in Vista Flores. 70 Prozent der Trauben werden aus eigenem Besitz verarbeitet, 30 Prozent weisse Trauben werden aus dem nördlichen Salta zugekauft. Kaiken zählt mit seinem straffen Sortiment an elf Weinen zu den 20 grössten Weinexporteuren Argentiniens, 95 Prozent der Weine werden in 50 Länder weltweit exportiert. Der Name Kaiken bezeichnet die „Magellanische Wildgans“, die als einer der wenigen Vögel fähig ist, die Anden zu überqueren. Sie ist Namensgeber für das Weingut und seine Weine. www.kaikenwines.com

„Generation Pfalz“ geht in die 2. Runde

Um die Teilnehmer der Winzergruppe „Generation Pfalz“ zu ermitteln, schreibt die Gebietsweinwerbung Pfalzwein jährlich einen Wettbewerb aus. Teilnehmen können dabei nicht nur Winzerinnen und Winzer von Weingütern, sondern auch Mitarbeiter/Mitglieder von Pfälzer Genossenschaften. Jede Bewerberin/jeder Bewerber muss als Visitenkarte ihres/seines Betriebes fünf von ihr/ihm produzierte Weine nennen und einen vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen einreichen.

Generation-Pfalz-Wettbewerb-2016

Nach einer Vorprüfung und Vorverkostung werden max. 40 Betriebe bei der Hauptverkostung berücksichtigt. Aus den 40 Betrieben wird die Jury eine aktive Gruppe „Generation Pfalz“ mit 20 Mitgliedern küren. Die weiteren 20 können in dem Zusammenschluss zum Zwecke des Erfahrungsaustauschs mitarbeiten. Bei verschiedenen Gelegenheiten/Veranstaltungen können die TOP 40 unter dem Namen „Generation Pfalz & friends“ gemeinsam auftreten.

Die Teilnahmegebühr je Betrieb, welche nach positiver Vorprüfung anfällt, beträgt 250 € zzgl. MwSt.

Bewerbungsschluss ist Freitag, 13. Mai 2016.

Weiter zur Bewerbung und den Teilnahmebedingungen

http://www.generation-pfalz.de/der-wettbewerb/teilnahme

Auf dem Postweg:

Deutsche Weinstraße e.V. Mittelhardt
Gunter Steuer
Martin-Luther-Straße 69
67433 Neustadt an der Weinstraße,

Per Fax:
06321-912330
zu Händen Gunter Steuer

Per Mail:
steuer@deutsche-weinstrasse.de

Über dieses Online-Formular.

Nach Prüfung der Unterlagen werden die Winzerinnen und Winzer über die Zulassung, die Abgabe der Weine und das weitere Vorgehen informiert.

Annahme der 5 zur Probe angestellten Weine ist am Mittwoch, 25. Mai, und Freitag, 27. Mai. Die Präsentation der „Generation Pfalz“ 2016/2017 findet am Donnerstag, 2. Juni, statt.

Nach einer Vorverkostung werden max. 40 Betriebe bei der Hauptverkostung berücksichtigt. Für diese Betriebe wird dann die Teilnahmegebühr von 250 € zzgl. MwSt. fällig.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Gunter Steuer Tel.: 06321-912337; steuer@deutsche-weinstrasse.de oder Herrn Nico Dormann Tel.: 06321-912333; n.dormann@deutsche-weinstrasse.de

„Weingenießer des Jahres“–Berlinale-Direktor Prof. Dieter Kosslick

Auszeichnung „Weingenießer des Jahres“ – Lauffener Weingärtner vergeben diesen Preis 2016 an Berlinale- Direktor Prof. Dieter Kosslick. Als die Bilder Lauffen lernten, ….

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Prof. Dieter Kosslick, Festivaldirektor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, ist am Samstag, 16. April 2016, in Lauffen am Neckar als „Weingenießer des Jahres“ ausgezeichnet worden. Die Lauffener Weingärtner eG, seit zwölf Jahren ununterbrochen bester Weinerzeuger und größte Einzelgenossenschaft im Weinanbaugebiet Württemberg, ehrt seit 2015 mit diesem Titel Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die sich um den Wein, vor allem auch aus heimischen Anbaugebieten, verdient gemacht haben. Erster „Weingenießer des Jahres“ war im vergangenen Jahr 2015 der EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft und frühere Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger.

Berlinale-Direktor Prof. Dieter Kosslick

Berlinale-Direktor Prof. Dieter Kosslick, Günther H. Oettinger

Die Ehrung für den aus Ispringen bei Pforzheim stammenden Berlinale-Direktor hat am 16. April in den Räumen der Lauffener Weingärtner-Genossenschaft stattgefunden. Gert Hager, der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, hat die Laudatio auf den 67 Jahre alten Festival-Chef gehalten, der als ausgewiesener Freund der württembergischen Rebsorten Trollinger und Lemberger gilt.

Berlinale-Direktor Prof. Dieter Kosslick erwähnte, wie sehr er doch die Wurzeln aus seiner schwäbischen/badischen Heimat schätzen lernte, auf die er sich all die Jahre seines Schaffens besann und die Tugenden dieser doch für seine Arbeit als Berlinale – Direktor stärkten. Unter dem Motto -als die Bilder Lauffen lernten, .. ging es dann zum festlichen Teil über.

Herzlichen Glückwunsch von der Redaktion an Berlinale-Direktor Prof. Dieter Kosslick

Schlossquadrat Trophy

Schlossquadrat Trophy 2016

Winzerin mit Liebe zum Detail: Nadine Schüller

Nadine Schüller

Nadine Schüller

Bei der letzten Wein-Präsentation vor dem großen Finale der Schlossquadrat Trophy zeigt Nadine Schüller Frauenpower. Die Jungwinzerin mit Liebe zum Detail stellt am Dienstag, den 12. April 2016, ab 18 Uhr ihre Weine im Gergely’s vor. Das Weingut der Finalistin #6 liegt „inmitten eines der schönsten Flecken des Weinviertels“, in Pillersdorf, nahe der Weinstadt Retz.

Restaurant Gergely´s
Schlossgasse 21, 1050 Wien
Anmeldung unter info@schlossquadr.at
Kostbeitrag: 9.- € p.P.

Nach erfolgreicher Absolvierung der BHAK in Retz besucht die wissensdurstige Winzerin Vorlesungen an der Wirtschaftsuniversität in Wien.
„Mit unseren Weinen möchte ich Weinliebhabern ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, so die Philosophie der Jungwinzerin, die Weine mit Persönlichkeit, Charakter und dem gewissen Extra keltert

Weingut Schüller
„Inmitten eines der schönsten Flecken des Weinviertels“, so beschreiben die drei Winzerinnen (Mutter und zwei Töchter) die Lage ihres Familienbetriebs im niederösterreichischen Pillersdorf. Zum Weingut gehört ein historischer Schaukeller in der Öhlbergkellergasse, einer der schönsten Kellergassen des
Weinviertels.

Der Fokus liegt auf erlebter Tradition in Verbindung mit moderner Kellertechnik, Vertrauen in das Handwerk sowie Respekt vor der Natur. Bei der Bewirtschaftung der 15 Hektar steht der bedingungslose Qualitätsanspruch im Vordergrund. Die wichtigsten Sorten sind Grüner Veltliner, Zweigelt, Riesling, Welschriesling und Chardonnay.

Markus Huber – „Best of Austria“

Markus Huber (36) aus dem Traisental in Niederösterreich wurde vom österreichischen Lebensministerium Anfang des Jahres mit der Trophy „Best of Austria“ ausgezeichnet.
Markus-Huber-Best-of-Austria

Markus-Huber-Best-of-Austria

Und Peter Moser vom Falstaff Magazin ehrte ihn im Sommer zum österreichischen „Winzer des Jahres 2015“.
Soviel Ehre fällt nicht ganz alleine vom Himmel: Markus Huber hat innerhalb von 15 Jahren das elterliche Weingut von 5 auf 50 Hektar entwickelt und sich dabei – schon lange, bevor es modern wurde – einem Weinstil verschrieben, der ganz die kalkdominierte Herkunft seiner Weinberge ausdrückt: es sind straffe, engmaschige Weine, die weniger auf Frucht als auf Textur Wert legen. Weine mit tollem Reifepotential.
Berg unterm Tisch
Wie schön sich die Flaschenreife ausdrückt, zeigt Ihnen Markus Huber gerne anhand seines Rieslings 2011 aus der Ersten Lage „Berg“, einer prächtigen Südostlage im Traisental.
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Weingut Hirsch, Kammern im Kamptal

Klares Design der Etiketten bringt die Herkunft der weine klarer zum Ausdruck.

Johannes Hirsch

Johannes Hirsch

Saftig, würzig, frisch – so präsentieren sich die Dorfweine des Jahrgangs 2015 von Johannes Hirsch, die nun auch im neuen Outfit stecken. Somit ist die jüngste Wein-Serie im neuen Etiketten-Design komplett.

Sogar das Hirschvergnügen, welches bisher leichtfüßig aus der Reihe tanzte, ordnet sich nun in die neue Etiketten-Familie ein. Die Lagenweine 2014 sind ja schon seit dem September vergangenen Jahres im neuen Design verfügbar.

Die neue Optik ist Ausdruck einer tiefen Überzeugung

Klarheit, Herkunft und Authentizität – diese prägenden Eigenschaften der Weine von Johannes Hirsch rücken das neue Design in den Mittelpunkt. Genau wie die Weine selbst sind die neuen Etiketten puristisch und auf das Wesentliche konzentriert. Sie nehmen zwar das Wortspiel mit dem Namen des Winzers – also die Anspielung auf den Hirschen – augenzwinkernd auf, sind insgesamt aber sehr zurückhaltend gestaltet.

Klare Bezeichnung für die neuen Dorfweine

Diese Philosophie kommt bereits bei den Dorfweinen zum Ausdruck, also jenen Gewächsen, wo sich die Herkunft auf die Weinberge um Kammern bezieht. Der Grüne Veltliner kommt ab dem Jahrgang 2015 nicht nur mit neuem Etikett, sondern auch mit neuem Namen auf den Markt, er heißt jetzt „Kammern Grüner Veltliner“ (statt Kammerner Heiligenstein Grüner Veltliner). Für Johannes Hirsch die bessere Bezeichnung, weil „rund um Kammern“, so der Winzer „die spannendsten Lösslagen der Welt liegen, wie Lamm, Grub und Renner“. Der Riesling heißt unverändert „Zöbing Riesling“. In beiden Fällen rückt der Name die Herkunft in den Fokus, denn auf die kommt es Johannes Hirsch vor allem an.

Der Jahrgang 2015

Die Bedeutung der Lagen zeigt sich wieder besonders deutlich bei den Weinen der aktuellen Ernte 2015: Es ist ein großer Jahrgang, aber einer, bei dem die Genauigkeit der Arbeit im Weinberg besonders gefragt war. Präzise Laubarbeit und feinfühlige Bedachtnahme auf die Besonderheiten jeder Lage waren nötig, damit der typischen Hirsch-Stil entstehen konnte. Die 2015er Weine sind trotz des heißen Jahrgangs wieder voller Saftigkeit und Frische, zeigen tiefgehende Würze und vor allem das Markenzeichen aller Hirsch-Weine: intensive Frucht und volles Aromenspiel bei eher niedrigem Alkoholgehalt.

Der Boden macht den Wein

Bei der Neugestaltung der Etiketten geht es keineswegs nur um das Design. Vielmehr hat Johannes Hirsch das Sortiment und sein Erscheinungsbild in einer Weise neu geordnet, die seine Philosophie deutlich zum Ausdruck bringt. Kern dieser Überzeugung ist: Der Boden macht den Wein. Mehr noch als die Rebsorte entscheidet die Lage über den Charakter. Hirsch-Weine sind stets Herkunftsweine, schon seit vielen Jahren kultiviert der feinsinnige Winzer deshalb ausschließlich die Sorten Grüner Veltliner und Riesling denn diese Trauben finden hier im Kamptal ideale Bedingungen vor und schmecken frisch, aromatisch, komplex in Würze und Frucht. Trotzdem entsteht daraus eine große Vielfalt an höchst unterschiedlichen Weinen – eine Vielfalt, die allein durch die verschiedenen Lagen und die unterschiedlichen Ausbauweisen zustande kommt.
Die Weine im Detail:

Hirschvergnügen Grüner Veltliner 2015

Wie der Name schon sagt, der „Hirsch“ ist Trinkvergnügen pur. Ein reinsortiger Grüner Veltliner von Lössböden, der trotz seiner Leichtigkeit durch Tiefgang, saftig-charmante Frucht und typische Würze besticht. Seit dem Jahrgang 2002 hat dieser Wein mit jährlich wechselnden Künstleretiketten auf sich aufmerksam gemacht. Doch künftig reiht er sich in die allgemeine Outfit-Linie ein. Strahlendes Gelbgrün, herrlich frischer Zitrusduft; zartfruchtig am Gaumen, gelbe Apfelnoten mit fröhlichem Säurespiel, knackig mit flottem Trinkfluss.

DIE DORFWEINE

Kammern Grüner Veltliner 2015, Kamptal DAC

Johannes Hirsch hat beschlossen, die Bezeichnung seines Weines „Kammerner Heiligenstein Grüner Veltliner“ aus der Großlage Kammerner Heiligenstein mit dem Jahrgang 2015 zu ändern. Der neue Name folgt aus dem Burgund bekannten Villages-System: Weine aus Großlagen, die also keine konkrete Lagenbezeichnung tragen, werden nach dem Namen des Herkunftsorts benannt, folglich heißt der Wein nun „Kammern Grüner Veltliner “.

Zöbing Riesling 2015, Kamptal DAC

Die Trauben stammen aus Terrassenweingärten rund um den alten Kamptaler Winzerort Zöbing und ergeben einen Wein mit animierendem Steinobstduft, knackiger Mineralik und saftigem Trinkfluss.
DIE LAGENWEINE
Kammerner Lamm Grüner Veltliner, Kamptal DAC Rerserve 2014
Eine der besten Lagen im Kamptal, deren Name sich freilich nicht von weidenden Schafen ableitet, sondern vom Untergrund: „Loam“ oder „Laam“ bedeuten in der regionalen Mundart „Lehm“. Der bildet zusammen mit Löss in dieser Lage an der südöstlichen Flanke des Heiligensteins den fruchtbaren, tiefgründigen Boden. Dazu kommt das besondere Mikroklima des nach Süden geneigten Hanges. Zusammen ergeben sie ein Terroir, auf dem ausdrucksstarke, vielschichtige Veltliner voller Kraft und Würze entstehen. Neben vielschichtiger, satter Aromatik bringt dieser Wein meist deutliche mineralische Töne mit. Apfel, Quitte und Holunder mischen sich mit Noten von Haselnuss und geröstetem Brot.

Zöbinger Gaisberg Riesling, Kamptal DAC 2014
Viele Kenner des Kamptals sehen im Gaisberg den „kleinen Bruder“ des berühmten Heiligensteins. Diese Einschätzung wird jedoch dem Potenzial der Lage nicht gerecht. Der mit Braunerde bedeckte, verwitterte Glimmerschiefer ist ein geradezu perfekter Boden für einen mineralischen Riesling. Kurz vor Strass gelegen, ist der Gaisberg der südöstlichste Ausläufer des Manhartsbergs, also noch im Verbund des Kristallin der Böhmischen Masse. Der Wein wächst auf Terrassen und stammt von rund 40 Jahre alten Rebstöcken. Der Zöbinger Gaisberg Riesling fällt immer sehr mineralisch aus und zeigt sich dank seiner expressiven Frucht meist schon im Jugendstadium sehr verführerisch, was aber der Lagerfähigkeit keinen Abbruch tut – ganz im Gegenteil.

Zöbinger Heiligenstein Riesling, Kamptal DAC 2014
Der Heiligenstein zählt mittlerweile für die meisten Weinliebhaber zu den allerbesten Weinbergen Europas. Vulkanisches Gestein wird von Wüstensandstein aus dem Perm überlagert – diese vor 250-270 Millionen Jahren entstandene Formation bildet die Grundlage für feinste Rieslinge. Das Mikroklima des schalenförmigen Weinberges fördert Aromen, wie sie für die edle Rebsorte charakteristisch sind. Und zwischen den Rebflächen findet sich eine Flora und Fauna, die sonst nur in weit südlicheren, mediterranen Gefilden anzutreffen sind. Die Weine vom Zöbinger Heiligenstein benötigen meist etwas längere Flaschenlagerung bis zur ersten Trinkreife, bestechen aber dann mit präziser Struktur, einer an weiße Früchte erinnernden, oft exotischen Frucht und einer ausgeprägten Mineralität. Die Lagerfähigkeit der Weine vom Heiligenstein ist legendär.

Kammerner Grub Grüner Veltliner, Kamptal DAC Reserve 2014
Grub ist eine Kessellage zwischen Heiligenstein und Gaisberg, windgeschützt von drei Seiten, geöffnet nach Südwesten. Der Boden ist aus Löss entstanden und von der Konsistenz lehmig-sandiger Schluff, lokal mit eingelagerten Kies- und Grusschnüren. Unter dem Löss liegt Zöbing-Formation mit Schluff- und Sandsteinen. Kurz gesagt: Es handelt sich um ideales Veltliner-Terroir, wobei die Weine hier eher reichhaltig ausfallen.

Kammerner Renner Grüner Veltliner, Kamptal DAC 2014
Der westliche Hangfuß der Lage Kammerner Gaisberg, durch den Hohlweg getrennt von Lamm, erbringt tatsächlich Weine, auf die ein Prädikat wie „Leichtfüßiger Läufer“ passen würde. Der Boden ist kalkhaltig und besteht aus lehmig-sandigem Schluff, der sich auf Löss gebildet hat, vermischt mit Schwemmmaterial von kristallinen Gesteinen und glimmerigem Schiefer. Der Wein strahlt beeindruckende Saftigkeit aus.

www.weingut-hirsch.at